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Ein fantastischer Roller-Roadtrip um Savaii/Samoa

Hast du auch schon immer von der Südsee geträumt? Von Stränden mit absolut weißem Sand und diesem unwirklich türkisem Meer, das du bisher nur von Fotos oder Postkarten kanntest? Falls ja, dann ist dieser Blogpost genau das Richtige für dich. Ich nehm′ dich mit nach Samoa bzw. Savaii, viel Spaß beim Lesen!

Samoa-Map

Noch mehr Südsee auf Savaii

Nachdem mich meine 2 Mädels nun Richtung Deutschland verlassen haben (siehe auch dieser Blogpost hier), geht’s nun allein weiter und ich  mach′ mich auf den Weg von Upolu nach Savaii, der zweiten samoanischen Insel. Diese ist sogar größer, jedoch weniger besiedelt. Sie ist hauptsächlich von dichtem Dschungel bewachsen, alles Leben findet an der Küste statt und es verläuft nur eine 190 km lange Ringstrasse einmal drum herum. Man kann sich entweder ein Auto oder auch einen Roller leihen, ich entscheide mich für den Roller weil es a) günstiger ist (53 Tala pro Tag = ca. 18 €) und b) einfach mehr Spaß macht.

Mit der Fähre fahre ich ca. 1,5 Std. und komme in Salelolonga an, einem kleinen Dörfchen, von dem aus es mit dem Taxi Richtung Unterkunft geht. Dort werd ich die ersten beiden Nächte bleiben, es kostet 55 Tala (ca. 20 €) pro Nacht in einem Backpacker Zimmer inkl. Frühstück. Das ist sehr viel günstiger als alle anderen Unterkünfte bisher, jedoch ohne Abendessen, das muss man sich dann extra dazubestellen. Und ich habe Glück, ich habe es ganz für mich alleine. So richtig wundert mich das nicht, schließlich habe ich bereits bermerkt wie wenig Touristen es hierher verschlägt.

Eine Fahrt mit dem Local Bus oder auch Chicken Bus genannt, was für ein Erlebnis!

Localbus

Am kommenden Tag fahre ich mit dem Local Bus etwa 15 min. an einen etwas nördlich gelegenen Strand und bereits die Fahrt dorthin ist abenteuerlich. Den Bus hält man einfach an der Straße an, was gar nicht so einfach ist, weil nicht immer das Ziel bzw. die Richtung vorne draufsteht.

Als ich es dann geschafft habe, steige ich in einen hölzernen, bunten Bus ohne Fenster (dafür wär’s eh viel zu heiß) und ergattere den letzten Platz zwischen Einheimischen, die sämtliche Dinge mit dem Bus transportieren. Von vorne dröhnt laute Musik aus den Lautsprechern und ich bin die einzige Touristin im Bus. Ich fühle mich nicht unwohl, es ist vielleicht nur etwas ungewohnt und wirklich ein einmaliges Erlebnis, dass ich so schnell nicht vergessen werde!

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Am späten Nachmittag will ich mit dem Bus zurückfahren, nur leider kommt diesmal keiner und ich warte ca. 1 Stunde bis ich aufgebe. Das ist ein kleiner Nachteil an den Local Bussen, manchmal kommt einer und manchmal eben nicht

Endlich bekomme ich meinen Roller!

Heute hole ich in Asaga meinen Roller bei der einzigen Mietfirma der Insel ab. Es werden die üblichen Formalitäten abgewickelt und ich kann sogar meinen großen Rucksack dort lassen, da ich auf dem Roller nur mit meinem Daypack unterwegs sein werde. Platztechnisch ginge das auch gar nicht anders, d.h. nur das Nötigste kommt mit. Ich verstaue meine Sachen, Spotify aufs Ohr und düse los.

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Weit und breit kommt mir lange Zeit niemand entgegen! Freiheit! Aber auch immer ein bißchen unheimlich wenn da so gar nichts los ist. Auch hier fahre ich wieder durch winzige Dörfer und bin überwältigt von den Menschen und Kindern, die mir alle mit einem Lächeln vom Straßenrand aus zu winken. Unterkünfte sind auch auf Savaii rar gesäht und später stellt sich raus, dass man immer denselben Reisenden überall wieder begegnet weil es sowenig andere Touristen sind und es nur wenig Unterkünfte gibt.

Schildkröten in Manase?

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Die folgenden 2 Nächte bleibe ich in Manase, im Norden der Insel, in der Hoffnung dort mit Schildkröten schnorcheln zu können. Das Wetter ist nicht das Beste und ich habe leider kein Glück, was mich etwas traurig stimmt. Die Unterkunft ist wieder ein typisches Beach Fale, jedoch mit einer Terasse und einem richtigen Bett. Nachts regnet es dann auch noch und ich fühle mich nicht wirklich wohl. Die Bambusmatten klappern immer wieder im Wind gegen das Holzgestell und ich kann sie nur mit Müh und Not festzurren.

Auch hier habe ich wieder mein Essensproblem, wie auch bereits auf Upolu. Zum Frühstück bekomme ich eine Thunfisch Semmel nach dem Motto »Friss oder Stirb«. Ich hasse Thunfisch. Hab ich noch nie gemocht. Erst recht nicht früh morgens. Ich frage die Hausherrin ob ich etwas anderes bekommen könnte und muss mich mit Toast & Butter zufrieden geben. Mir wird mein »Luxusproblem« immer bewusster und ich schäme mich fast ein bißchen dafür.

Ab ins nächste Dörfchen, Asau

Ich fahre weiter bis Asau und checke im Va-i-Moana Resort ein. Auf Tripadvisor habe ich gute Bewertungen gelesen und bin frohen Mutes. Und ich werde nicht enttäuscht. Die Familie, die das Resort betreibt, ist superlieb, jeder ist um einen bemüht. So werde ich jeden Tag von allen mit meinem Namen angesprochen »Guten Morgen Conny, wie geht es dir heute?«. Wieder bin ich überwältigt. So viel Gastfreundlichkeit hatte ich bislang auf Samoa noch nicht kennengelernt, was dazu führt, dass ich hier 5 Nächte bleibe und das bis zum Ende meines gesamten Aufenthalts auf den Inseln.

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So war das eher nicht geplant, aber das ist ja das Schöne am Langzeitreisen und der damit verbundenen Spontanität. Aber erstmal der Reihe nach. Ich bekomme zum gleichen Preis wie ein Beach Fale einen geschlossenen Bungalow mit Bett, Mosquitonetz, Ventilator und großer Terasse und bezahle 90 Tala (31 €) pro Nacht inkl. Frühstück und Abendessen. Die Gemeinschaftsdusche und Toilette ist nur wenige Meter entfernt. Na also …

Auf Faleolupo habe ich erschreckende Begegnungen …

Frühmorgens freue ich mich erstmal über ein tolles Frühstücksbuffet. Auch hier finde ich zwar keine Marmelade bzw. Aufstrich und Kaffee besteht aus Instantpulver aber damit komm′ ich klar. Dank Pancakes und Cornflakes bin ich trotzdem gut gestärkt für den Tag, schwinge mich auf meinen Roller und fahre eine knappe Stunde zur Faleolupo Landzunge. Es führt nur eine sehr kleine, menschenleere Straße rundherum, die später zu einem unasphaltierten Feldweg wird. Als erstes möchte ich mir den Canopy Walk ansehen, der 20 Tala (ca. 6,90 €) Eintritt kostet. Für samoanische Verhältnisse ist das ein satter Preis.

Hinweis: Sobald du in Samoa irgendeine Sehenswürdigkeit betrittst und sei es nur ein Strand, möchten die Einheimischen, denen das Land gehört, Eintritt dafür. Die Beträge variieren von 2-3 bis 20 Tala.

Der Canopy Walk besteht aus einer sehr wackligen Hängebrücke, die man nach wenigen Gehminuten vom Parkplatz erreicht. In Neuseeland habe ich ja schon mehrere Hängebrücken gesehen, aber diese hier sieht nicht besonders sicher aus, geschweige denn stabil. Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und laufe trotzdem darüber, wird schon nichts passieren sage ich mir und komme gottseidank heil auf der anderen Seite an.

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Dort ist die Hängebrücke mit einem rießigen Banyan Tree verbunden, um den sich eine kleine, hölzerne Treppe nach oben zu einer Aussichtsplattform windet. Der rießige Baum ist von Wurzeln nur so übersehen und einfach unbeschreiblich schön. Oben angekommen kann ich eine atemberaubende Aussicht über den Dschungel genießen, kein Gedrängel, es ist ja sonst niemand dort. Allein sauge ich die Stimmung auf und kann den Moment in Ruhe für mich genießen und das ein oder andere gute Foto schießen.

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Nachdem ich mich hinuntergehangelt habe, fahre ich weiter zu einem Strand, der mich wieder sprachlos macht. Weißer Sand, türkises Meer und kaum jemand hier. Ich bezahle meinen »Eintritt«, und lasse mich erstmal von den warmen Sonnenstrahlen verwöhnen. Später schnappe ich mir eine Maske zum Schnorcheln und tauche in die Unterwasserwelt ein, die sich in Form einer wunderschönen Lagune direkt in Strandnähe befindet. Die Korallen sind im Wiederaufbau und leuchten wunderschön in allen erdenklichen Farben. Auch viele verschiedene Fische sehe ich bis ….

plötzlich ein Riffhai von ca. 2 m Länge im nicht mal 2 Meter tiefen Wasser auftaucht!!! Und das nur wenige Meter entfernt und etwa auf meiner Höhe!!! Das kann doch nicht sein! Ich bekomme einen halben Herzkasper, drehe mich sofort um und versuche so schnell wie möglich wieder an den Strand zu kommen. Da ich keine Flossen anhabe, dauert das ein Weilchen. Gott bin ich froh als ich heil dort ankomme. Also ich hab ja nichts gegen Haie, aber wenn sie in so seichtem Wasser direkt neben mir auftauchen, find ich das nicht mehr so lustig. Ich schaue sie mir gerne aus sicherer Entfernung an.

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Um den Tag noch gebührend zu vollenden, werd ich auf meiner Weiterfahrt noch 2x von wilden Hunden verfolgt, die laut bellend und aggressiv versuchen mich zu erwischen. Aber da haben sie sich die Falsche ausgesucht, auch wenn die Straßenkonditionen es nicht erlauben, gebe ich Gas und kann sie abhängen. Heute Abend ist es Zeit für ein Bier …

Der Tag an dem ich endlich Wakeboarden ausprobiere

Am Nachmittag lande ich per Zufall auf einem Privatboot eines Amerikanisch-Samoanischen Pärchens. Die Frau erzählt uns, dass sie mit 16 geheiratet haben, da ihr Vater früher auf Samoa stationiert war. Heute leben sie jedes Jahr zur Hälfte in den USA und auf Samoa.

Wakeboarden

Ihr Mann fährt uns mit dem Boot in Richtung einer vorgelagerten Insel und packt doch glatt ein Wakeboard aus. Wie lange wollte ich das schon ausprobieren, eine Halbe Ewigkeit kommt mir vor. Die Amerikanerin hat natürlich kühle Cocktails dabei und versorgt uns immer wieder mit Pina Colada. Ich glaub ich träume bzw. erinnert mich das alles leicht an »Sex and the City«. Also zumindest was die Cocktails angeht.

So verbringen wir also unseren Nachmittag mit Wakeboardversuchen, was leider gar nicht so einfach ist und meine Snowboarderfahrung hilft mir nur ein klein wenig. Aber es macht einen Heidenspaß und ich werde es sicher bald nochmal versuchen, sollte ich die Gelegenheit bekommen.

Wie entsteht eigentlich Kokosnusscreme und woher kommt der Kakao?

Heute steht etwas Unterricht auf dem Programm und zwar erfahren wir, wie Kokosnusscreme hergestellt wird und danach gehts auf eine Kakaoplantage. Beides hat die nette Familie des Resorts organisiert. Der Sohn der Familie klettert also auf die Palme um die Kokosnüsse herunterzuholen und ich staune nicht schlecht, als ich sehe, wie flott er da hochklettert und ihn das scheinbar überhaupt keine Kraft kostet.

IMG_6442IMG_6450Von einem anderen, jungen Samoaner bekommen wir nun erklärt, wie sie die Kokosnuss öffnen, innen ausschaben und dann die Kokosnussraspeln mit ewas Wasser vermischen. Danach wird das Fleisch in eine Art trockenes Streu gefüllt und ausgewrungen. Und siehe da, es kommt tatsächlich die uns bekannte Kokosnussmilch heraus und das nicht wenig. Wow!

Ich finde das mega interessant, zu erfahren, wo denn eigentlich alles herkommt was ich daheim so selbstverständlich konsumiere. Wir bekommen eine Kostprobe, die richtig lecker schmeckt und quasi pur ohne jegliche Zusätze ist. Parallel flechtet der Junge, der auf die Palme geklettert ist, noch in Rekordgeschwindigkeit einen Korb aus Palmenblättern. Wow, wow und nochmals wow .

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Die Kakaoplantage befindet sich gleich auf der anderen Straßenseite bzw. ist es eher ein Ort, an dem die Bohnen von den unterschiedlichen Dörfern hergebracht und gesammelt werden. Dort werden sie dann fermentiert, getrocknet, verpackt und gelagert. 2x im Jahr verschiffen die Samoaner die Säcke in Containern nach Neuseeland, wo leckere Schokolade daraus hergestellt wird.

Nach der Besichtung dürfen wir noch hinten auf einem Pickup mitfahren um die richtige Plantage zu sehen, den Baum und die Frucht in der die Kakaobohnen heranwachsen. Die weiße Haut, die sich um die Bohnen legt kann man essen, schmeckt süßlich und ist wirklich lecker. Ich hab beim ersten Mal direkt die Bohne mitgegessen … typisch

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Unabhängigkeitstag auf Samoa

Da ich ja sehr unvorbereitet hier nach Samoa gekommen bin hatte ich keine Ahnung, dass ich zu einer ganz besonderen Zeit da sein werde. Dem Unabhängigkeitstag. Das ist anscheinend der wichtigste Tag im Jahr und wird mit vielen Feierlichkeiten überall im Land zelebriert. In meinem Resort geht es schon nach dem Frühstück los.

Das gesamte Personal wird in 3 Teams eingeteilt. Dann tritt es in einer Art Koch-Challenge gegeneinander an. Es werden verschiedene, tradionelle Gerichte zubereitet, bei denen, die Gäste zusehen und alles probieren dürfen.

Es herrscht eine warme, fast schon familiäre Atmosphäre und in diesem Augenblick bin ich enorm glücklich und dankbar, das alles miterleben zu dürfen. Jeder hat ein Strahlen im Gesicht, die Augen funkeln und das erwärmt mein Herz ♥. Später spielen sogar alle noch zusammen Beach Volleyball, egal ob Gast, Familienmitglied bzw. Angestellte.

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Abends kommt dann der eigentliche Höhepunkt. Wir dürfen an der offiziellen Veranstaltung im Dorf teilnehmen. Als wir ankommen, werden wir direkt in die erste Reihe gesetzt (Widerstand zwecklos). Um uns herum weit mehr als 100 Einheimische und neben mir noch eine Handvoll anderer Gäste aus dem Resort. Es wird also keine Touri-Aufführung sondern eine wirklich authentische Show. Es gibt sogar einen Moderator und das Ganze findet natürlich im Freien statt. Nach und nach sehen wir verschiedene Tanz-Perfomances, mal tradionell, mal modern, sogar eine richtig gute Hip-Hop Choreographie.

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Der traditionelle Tanz enthält vor allem bei den Frauen Bewegungen, die mich an den typischen Hawaii Move erinnern und ich erkenne einige Zumba/Aerobic Bewegungen. Hauptattraktion sind allerdings die vielen Kids, die in den Pausen zwischen den Aufführungen die Bühne stürmen wenn internationale Charts Musik gespielt wird. Sie haben überhaupt keine Scheu, tanzen ausgelassen, allein oder in der Gruppe und ich frage mich was hier eigentlich abgeht! Sowas hatte ich in so einer Form noch nie erleben dürfen, die Menschen hier sind so ausgelassen und fröhlich, Wahnsinn!

Mein persönliches Highlight auf Samoa

Nachdem ich an der einzigen Tankstelle der Nordküste wieder vollgetankt habe, mache ich mich auf den Weg zurück und halte an einem kleinen Shop um mir ein paar Kleinigkeiten zu kaufen (z.B. Schokolade ♥, ohne gehts halt einfach nicht).

Die junge Verkäuferin fragt mich erstaunt ob ich denn wirklich ganz allein mit dem Roller fahre. Mir scheint, sie irritiert es besonders dass ich allein als Frau ein solches Gefährt fahren kann. Ich bejahe mit einem Grinsen und frage sie, ob sie denn kurz mit mir mitfahren möchte. Ich merke, dass sie es innerlich wirklich unbedingt möchte, sich aber leider nicht traut. Also frage ich immer wieder aber sie bleibt dabei und grinst mich schüchtern an.

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Ich gehe nach draußen wo etwa ca. 70 Schulkinder in ihrer Schuluniform neben der Strasse entlang laufen und einige sich bereits um meinen Roller geschart haben. Ganz neugierig gucken sie den Roller an, dann mich und wieder den Roller. Anscheinend bin ich hier gerade die Hauptattraktion.

Und diesmal frage ich die Kids ob denn einer von ihnen mitfahren möchte und ich erhalte dieselbe, schüchterne Reaktion wie die des Mädchens im Laden. Es ist sehr offensichtlich, dass sie möchten, sich aber nicht trauen. So ein Zweirad ist wohl etwas Besonderes. Schlussendlich nickt mir ein kleines Mädchen zu, sie springt hinter mich und hält sich an mir fest. So fahren wie also zusammen die Straße auf und ab, alle übrigen Kinder laufen neben uns her, jubeln, springen, lachen und ich fühl‘ mich wie im Film. BÄM!! und mein Herz springt ♥!

Es wird Zeit, das Paradies zu verlassen …

Meine drei Wochen sind nun leider fast vorbei und ich mache mich  auf den Weg zurück zur Fähre. Da ich ja nicht geplant hatte so lange im Norden der Insel zu bleiben muss ich mich nun ganz schön beeilen und eine gute Strecke zurücklegen. Auf dem Weg mache ich noch zwei tolle Stops, die ich dir nicht vorenthalten möchte.

Im Westen der Insel gibt es einen unglaublich schönen Strand, wenn nicht sogar DEN Strand deiner Träume. Der Sand ist weißer als weiß, die Palmen biegen sich wie auf einer Postkarte malerisch Richtung Wasser, das so klar ist, dass du erstmal gar nicht wissen wirst wo du zuerst hinschauen sollst. Sein Name: Faaiai Beach. Ich bin fast daran vorbeigefahren, weil an der Strasse nur ein unscheinbares Schild steht und man noch ein paar Treppen nach unten laufen muss.

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Etwas weiter im Süden findest du die Alofaaga Blowholes (5 Tala Eintritt). Das Meer peitscht gegen eine Steinküste und das Wasser schießt durch deren Höhlenlöcher fontänenartig nach oben, wie ein Geysir. Mich fesseln diese Orte, an denen die Natur mit solch enormer Kraft auftritt, es ist immer wieder beeindruckend.

Bloweholes

Erlebe den ersten Sonnenaufgang auf unserem wunderschönen Planeten!

Wusstest du eigentlich, dass der erste Sonnenaufgang dieser Erde auf Samoa zu sehen ist? Das Land liegt direkt an der Datumsgrenze und war bis 2011 noch das letzte Land, das den Tag beginnen durfte. Das hat sich jedoch vor ein paar Jahren geändert. Sollte ich dich nun also angestachelt haben, deine nächste Reise dorthin zu planen, wirst du dort als Erstes in den Tag starten!


  FAZIT:
Samoa ist ein ziemlich unterschätztes und noch unbekanntes Reiseziel. Wenn jemand die Südsee erwähnt, denkt man eher an Bora Bora oder die Fiji Inseln. Es ist noch sehr unberührt, authentisch und lässt einen direkt in seine Kultur eintauchen. Deshalb ist die Gastfreundlichkeit der Samoaner nicht immer sehr freundlich bzw. hilfsbereit weil sie mit dem Tourismus noch nicht so viel am Hut haben.

Stell′ dich darauf ein, wenig anderen Touristen zu begegnen und evtl. auf gewohntes Essen zu verzichten. Ich hab ein Weilchen gebraucht um mich an all das zu gewöhnen, wurde dann aber mit offenen Armen empfangen. Ich  durfte absolute Postkarten-Strände erleben und hatte atemberaubend schöne Erlebnisse, die mir für ewig bleiben werden. Ich kann dir also eine Reise nach Samoa nur wärmstens empfehlen!


FACTS:

  • Währung: Tala (2,90 Tala = 1 Euro), erwarte Preise wie in NZ oder AUS, jedoch mit weniger Leistung bzw. Komfort
  • Dauer: 2 Wochen reichen um beide Inseln ausgiebig zu erkunden
  • Unterkunft: Es gibt keine bzw. nur sehr, sehr wenige Hostels in der Hauptstadt und näherer Umgebung. Es ist eher üblich in Beach Fales oder Bungalows zu übernachten
  • Essen: Supermärkte gibt es nur in Apia, sonst sehr vereinzelt kleine Kioske auf dem Land
  • Soloreisende Frauen: Ich hab mich relativ sicher gefühlt, würde aber z.B. nicht allein draußen rumlaufen wenns dunkel ist. Auch mit dem ein oder anderen Taxifahrer hatte ich nicht das sicherste Gefühl (kommt in Asien allerdings auch öfters mal vor)
  • Beste Reisezeit: Ich war Mitte Mai – Anfang Juni dort und es hat noch viel geregnet, etwas später soll es laut der Einheimischen am Besten sein, sprich z.B. Juli
  • Sprache: Samoanisch bzw. ist Englisch mittlerweile sehr verbreitet und fast jeder spricht es

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Süßes Nichtstun auf Upolu

 

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2 Comments

  • Reply Almut Adler Juni 23, 2016 at 10:18 pm

    Hi Conny, damals (1979) wollte ich auch die Südsee bereisen und heuerte auf einer Privatyacht an, die über die Marquesa Inseln, Tahiti, BoraBora, Fidji und Samoa verlaufen sollte. Aber es kam alles anders… Deshalb hat mich Dein Bericht sehr neugierig gemacht. Er war schön zu lesen und die Fotos der Strände sind traumhaft, ja paradiesisch. Wie ist es dort mit der Umwelt? Gibt es viel Plastikabfälle? Hoffentlich nicht, es sah zumindest nicht danach aus. Wie lange bist Du noch unterwegs?
    Genieße das Reisen weiterhin, passe gut auf Dich auf und ich verfolge weiterhin gespannt Deine Beiträge und sehe mir gerne die Fotos dazu an! Herzliche Grüße aus Andalusien Almut

    • Conny
      Reply Conny Juni 24, 2016 at 7:45 am

      Hi Almut,
      erstmal vielen lieben Dank für deinen Kommentar, hab mich sehr darüber gefreut! Bist du dann damals gar nicht in die Südsee gefahren? Auf Samoa haben sie die Müllsituation sehr gut im Griff, ich habe überhaupt keinen Plastik- oder sonstigen Abfall irgendwo gesehen! Sogar entlegene Häuser haben eine Art Korbgitter vor dem Haus bzw. an der Straße gehabt, in den sie ihren Müll für die Abholung bereitstellten. Ich wäre sehr gerne noch auf eine andere Insel gefahren um einen Vergleich zu bekommen, aber ich hoffe einfach mal, dass es nicht mein letztes Mal in Polynesien gewesen sein wird. Ich hoffe, noch bis Ende des Jahres unterwegs sein zu können, ein richtiges Gap Year eben :). Danke für deine Wünsche und ich freu mich wirklich sehr wenn du mich weiterhin hier begleitest ;). LG nach Spanien!

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