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Süßes Nichtstun auf Upolu/Samoa

Hast du auch schon immer von der Südsee geträumt? Von Stränden mit absolut weißem Sand und diesem unwirklich türkisem Meer, das du bisher nur von Fotos oder Postkarten kanntest? Falls ja, dann ist dieser Blogpost genau das Richtige für dich. Ich nehm′ dich mit nach Samoa bzw. Upolu, viel Spaß beim Lesen!

Samoa-Map

Welcome to Paradise!

Um ca. 5 Uhr morgens lande ich verschlafen auf Samoa und darf erstmal meine beiden Mädels, die ich auf der Farm in Neuseeland kennengelernt hatte, am Flughafen direkt in die Arme schließen. Ca. 2 Monate haben wir uns nicht gesehen und  wollen nun gemeinsam die »Hauptinsel« Upolu erkunden.

Samoa liegt in der Südsee und besteht aus zwei Inseln und ein paar minikleinen drumherum. Es gehen nur wenige Flüge von z.B Auckland oder Sydney, die dich in 4-5 Stunden in dieses Paradies befördern. Bereits morgens ist es heiß und die Luft sehr feucht und tropisch …

Noch am Flughafen treffen wir 2 australische Surfer, die in dieselbe Unterkunft müssen und sich bereits ein Mietauto geholt haben. Somit haben wir schonmal eine Mitfahrgelegenheit. Etwa 1 Std. brauchen wir, bis wir den Tafatafa Beach an der Südküste erreichen, wo wir in den landestypischen Beach Fales 2 Nächte direkt am Strand verbingen.

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Ein Beach Fale ist mehr oder weniger lediglich ein Holzgestell, auf das Matratzen gelegt werden und ein Mosquitonetz gespannt wird. Außenrum werden Plastikplanen oder Bambusmatten gehängt um ein bißchen Privatsphäre herzustellen. Das Essen ist fast immer im Preis enthalten, da es kaum Möglichkeiten gibt sich etwas selbst zu kaufen bzw. zu kochen. Eine Gemeinschaftsdusche und -toilette befindet sich, wie auf einem Campingplatz, in der Mitte der Anlage. Pro Nacht zahlen wir hier 70 Tala p.P. (ca. 24 €) inkl. Frühstück und Abendessen.

Das Frühstück am kommenden Tag besteht aus ungetoasteten Toast mit Butter und Papaya, das Abendessen später aus einem lokalen Gericht, meist mit Hühnchen oder Fisch. Mittagessen gibt es keines. Da mir meine Ernährung auch auf Reisen sehr wichtig ist, kann ich mich nicht wirklich damit arrangieren und merke schnell, wie meine Laune rapide sinkt …

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Normalerweise kann man sich was das Essen anbelangt, ja leicht selbst behelfen. Auf Samoa ist das jedoch alles anders, es ist sehr dörflich und der nächste Supermarkt ewig weit entfernt. Man hat quasi wenig Handlungspielraum an der Situation etwas zu ändern also bespreche ich mich mit meinen beiden Freundinnen, dass wir noch eine Nacht hier bleiben, uns dann jedoch nach einer neuen Unterkunft umsehen.

Kristallklares Wasser, weißer Sand und Palmen

An unserem zweiten Tag schließe ich mich einer Gruppe an, mit der ich einen Schnorcheltrip auf dem Boot in Richtung einer kleinen, unbewohnten Mini-Insel mache. Das Riff ist leider total zerstört, da vor noch nicht all′ zu langer Zeit ein Cyclon hier gewütet hat. An unserem letzten Spot sehe ich einen Riffhai aus der Ferne, der gemütlich seine Runde dreht.

Zuletzt gehts dann noch auf die kleine Insel, die vom Strand aus gar nicht so toll aussah, von Nahem allerdings jede typische Südsee Erwartung erfüllt. Wow! Kristallklares Wasser, weißer Sand, Palmen. Wir finden ein paar Kokosnüsse, die wir an einem Treibholz aufschlagen und gierig austrinken. Yummy!

Am kommenden Morgen fahren wir in die Hauptstadt Apia um uns einen Mietwagen zu holen, Geld abzuheben und uns auf den Weg in Richtung neuer Unterkunft zu machen.

Wichtiger Tipp: Es gibt auf der Insel sonst keinen Geldautomaten und man sollte versuchen so viel wie möglich in bar zu bezahlen, da sonst eine hohe Gebühr von 3-4% bei Kreditkartenzahlungen anfällt. Also: Heb′ lieber eine größere Summe ab!

Für den Mietwagen einer lokalen Firma bezahlen wie 120 Tala (ca. 41 €) pro Tag und machen uns glücklich auf den Weg Richtung Ostküste an den Lalomanu Beach. Endlich mobil und das Freiheitsgefühl kehrt zurück, jippie! Über einen Pass, der durch tiefen Dschungel führt und atemberaubende Ausblicke über die Insel bietet, fahren wir gen Osten.

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Die Straßen sind klein, oft auch in nicht sehr gutem Zustand, Verkehr gibt es so gut wie kaum. Manchmal führt die Straße direkt am unwirklich, türkisblauen Meer entlang, durch kleine Dörfer in denen Kinder spielen und uns zuwinken. Schweine laufen uns entgegen bzw. an der Straße entlang und jagen ihre kleinen, süßen Baby Schweinchen auch mal quer auf die andere Seite. Wilde Hunde sehen wir ebenso viele.

Wir kommen im Litia Sini Resort an, dass im Vergleich zu unserer ersten Unterkunft natürlich teurer ist (140 Tala p.P. im Dreibettzimmer = ca. 48 € inkl. Frühstück & Abendessen), jedoch auch mehr zu bieten hat. Wie bekommen einen richtigen Bungalow, der sauber ist und eine Terasse hat. Es gibt eine Auswahl an unterschiedlichen Speisen, sowohl lokales als auch westlich orientiertes Essen, dass fantastisch schmeckt. Mir geht es wieder besser und meine Laune steigt .

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Hier verbringen wir 3 Nächte, genießen den wunderschönen Bilderbuch-Strand, die Umgebung und eine Tanzaufführung im benachbarten Resort. Mit »Resort« meine ich allerdings kein Luxus-Resort, hier werden auch ganz normalen Bungalow Anlagen so genannt. An unserem letzten Abend können wir noch einen wirklich atemberaubend schönen Sonnenuntergang sehen. Der ganze Himmel ist in lila-pink-orange getaucht und ich sprinte zurück zum Bungalow um meine Kamera zu holen. In meiner Galerie findest du dazu mehr

Ich wusste vorher, dass Samoa weniger Touristen anzieht als z.B. die Fiji Inseln und das war auch einer meiner Hauptgründe hierher zu fahren, jedoch bin ich absolut überrascht, dass es wirklich soooo wenig andere Reisende gibt. Ich würde es schon fast als Geheimtipp bezeichnen. Auch was Unterkünfte usw. angeht gibt es (noch) keine große Auswahl.

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Das führt natürlich dazu, dass man sich erstmal daran gewöhnen muss evtl. die einzig weiße Frau im Umkreis zu sein. Man bekommt einen sehr authentischen Eindruck vom Leben in der Südsee und wenn ich mir vorstelle, dass hier mehrere rießengroße Luxus-Resorts stehen würden, dann würde das vieles verändern. Wahrscheinlich zum Negativen.

Wasserfälle und der To Sua Ocean Trench

An der Südküste regnet es mehr als im Norden, also werden auch wir davon nicht verschont, was uns nur leider dazu zwingt, Zeit im Bungalow zu verbringen. Wir besuchen trotzdem zwei wunderschöne Wasserfälle, die von lauter Grün bzw. dichten Dschungel umgeben sind.

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Als absolutes Highlight fahren wir zum To Sua Ocean Trench (20 Tala Eintritt). Das ist eine Art Lagune, in die man über eine Leiter hinabsteigt und dann darin schwimmen kann. Anscheinend gibt es sogar eine Verbindung zum Meer, durch die man durchtauchen müsste und keiner weiß wie lang sie ist. Klingt also ziemlich gefährlich.

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Die Anlage drum herum ist mega schön angelegt, so kann man also locker ein paar Stunden hier verbringen. Da ich vor meiner Reise schon viele Bilder von diesem Ort hier gesehen hatte, ist das für mich ein ganz besonderer Moment das Ganze live zu sehen und ich bin verzaubert. Es ist ein magisch schöner Fleck auf dieser Erde, den ich dir wärmstes ans Herz legen möchte. Schreib′ ihn auf deine Bucketlist !

Wir fahren zurück nach Apia

Die letzten 3 Nächte verbringen wir in Apia, der Hauptstadt, die ca. 40.000 Einwohner zählt. Insgesamt leben auf Samoa, also auf beiden Inseln, übrigens 183.000 Menschen. Wir gehen auf den Markt, der lokales Gemüse und Obst bereithält wie z.B. die Brotfrucht oder die Taro, die hauptsächlich in Indien, Sri Lanka und der Südsee wächst.

Beide haben für mich kaum Geschmack und sind auch Grund warum ich mich mit dem Essen hier nicht so wirklich anfreunden kann. Es gibt aber auch Ananas, Papaya und Bananen die ich total gerne mag, aber eben viel seltener.

Weiter gehts in den Supermarkt, wo ich mir nach langer Abstinenz meine geliebte Schokolade gönne und zu den Sliding Rocks. Das sind, wie der Name schon vermuten lässt, Naturrutschen. Die meisten sind sehr steil, aber eine trauen wir uns dann doch und ich bin echt stolz auf mich bzw. uns. Immer schön die Komfortzone verlassen. Auch hier sind wir wieder komplett allein, nur ein paar Einheimische trauen sich auch die größeren Rutschen hinunter.

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Internet auf Samoa ist extrem teuer! Man kann sich eine SIM Karte kaufen und zahlt 19 Tala (6,50 €) für 670MB und/oder sich bei einem der beiden lokalen Anbieter Lavaspot/Bluesky einwählen was dich satte 25 Tala (ca. 8,60 €) für 2 (!!!) Stunden kostet.

Nach etwas mehr als einer Woche verlassen mich die beiden Mädels gen Deutschland und ich beschließe noch 2 Nächte in Apia zu bleiben, bevor ich mit der Fähre auf Savaii übersetze um mir auch die zweite samoanische Insel anzusehen. Dort habe ich vor, mit einem Roller um die Insel zu fahren. Mehr zu diesem Trip, meine Samoa Facts und Fazit erfährst du hier

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